Über uns

Der Ernst Busch Chor Kiel im Vinetazentrum Kiel Gaarden

Wir machen Musik, weil es uns Vergnügen bereitet und weil wir zur freundlichen Begegnung und zur ehrlichen politischen Auseinandersetzung zwischen Menschen beitragen möchten.

Der Chor wurde am 12.01.1975 gegründet.

Benannt wurde er nach Ernst Busch, dem 1900 in Kiel geborenen Schauspieler und Sänger. Ernst Busch war Zeitzeuge des Kieler Matrosenaufstandes. Die Aufbruchstimmung dieser Zeit hat ihn politisch sehr geprägt und sein Leben lang in seinem politischen Bewusstsein und musikalischen Wirken beeinflusst. Er arbeitete viel mit Bertolt Brecht und dem Komponisten Hanns Eisler zusammen. Bekannt wurde er durch seine beeindruckende Darbietung von Arbeiterliedern.

Wir widmeten uns zunächst der Pflege der Arbeiterlieder. Doch schon bald haben wir damit begonnen, abendfüllende Revuen zu erarbeiten. Diese Programme umfassten Themen wie Menschenrechte, Krieg, Frieden, Gewalt, Armut, soziale Ungerechtigkeit, Flucht, Migration bis hin zu persönlichen Träumen. Mit Witz und Ironie wurden diese Themen umgesetzt und auf die Bühne gebracht.

Darüber hinaus singen wir jiddische Lieder, die durch den Nationalsozialismus drohten, in Vergessenheit zu geraten.

Wann immer möglich beteiligen wir uns mit Liedern und Texten an politischen, zeitkritischen Veranstaltungen.

Aktuell beschäftigen wir uns mit dem Thema Menschenrechte. Fast alle Staaten der Welt bekennen sich zu den Menschenrechten, dennoch sind sie weltweit Angriffen ausgesetzt, werden missbraucht und mit Füßen getreten. Das Ziel der Menschenrechtserklärungen ist, dass alle Völker und Nationen die gemeinsamen Ideale stets gegenwärtig halten und sich bemühen, die Achtung vor diesen Rechten und Freiheiten zu fördern.

26 Menschenrechtsartikel wurden sehr attraktiv und divers vertont. Wir bringen einige dieser Lieder von „sing human rights“ und Stücke aus unserem Repertoire zu Gehör und wollen unsere Zuhörer animieren, aktive Teilnehmer des Friedensprozesses zu werden und sich für den Erhalt der Demokratie und die Umsetzung der Menschenrechte einzusetzen.

Die Texte und Szenen unserer Programme werden immer von Chormitgliedern gesprochen und gespielt, d.h. bei uns kann man nicht „nur“ singen, sondern sich auch schauspielerisch betätigen.

Ein starker Zusammenhalt der Chormitglieder hat unseren Chor in all den Jahren durch Höhen und Tiefen getragen. Und noch immer treffen sich politisch Interessierte jede Woche und erzeugen mit Freude engagierte Töne und schöne Klänge und tun dies hoffentlich noch in den nächsten 50 Jahren.

Organisatorisches

Der Chor ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein. Unsere Arbeit  jedoch ist – wie in alten Zeiten – basisdemokratisch organisiert. Es gibt einen Chorbeirat, der alle Chorangelegenheiten bespricht und vorbereitet, dann werden sie im Chor vorgestellt, diskutiert und abgestimmt.     

Im Moment haben wir ein Chormitglied, das die musikalische Arbeit anleitet, d.h. Einsingen, Einstudieren der Lieder und Liedinterpretation, und dabei von einem Pianisten unterstützt wird.